Johanniskraut
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Hypericum perforatum
Johanniskraut

Johanniskraut – Hypericum perforatum

Johanniskraut ist wegen seiner auffallenden äußerlichen Merkmale eines der ältesten Phytotherapeutika. Es zählt zu den wissenschaftlich bestuntersuchten Naturstoffen und aktuelle Studien offenbaren seine Wirkmechanismen immer deutlicher. Die Positivmonographie der europäischen Arzneimittelagentur EMA wurde erst im Juni 2018 aktualisiert und beschreibt diverse Interaktionen und Wechselwirkungen und eine hohe Verträglichkeit für den Patienten.

Das Johanniskraut wird zur Blütezeit zwischen Mai und August geerntet und seine Zweigspitzen und Blüten zur Ausgangsdroge Hyperici herba getrocknet. Die Hauptwirkstoffe im Johanniskrautextrakt, Hypericin und Hyperforin, greifen über mehrere Mechanismen in das neurovegetative Geschehen ein und beeinflussen das dopaminerge System.

In einer Dosierung von 300 bis 1000 mg/d zeigt Johanniskraut physiologische Effekte auf Erschöpfungszustände, psychovegetative Störungen – wie Nervosität, Unruhe, Angst- und Schlafstörungen –, leichte bis mittelschwere Depressionen, leichte Entzündungen, Wundheilung und Verdauungsstörungen und bietet daher ein breites phytotherapeutisches Anwendungsspektrum für die tägliche Klinik.
 

Dr. scient. med. Patricia S. Ricci

Leiterin der Gesundheitspraxis Villa Natura, Autorin